Gratis Schiffsverbindung zwischen Weyregg und Schörfling

Die Seeleithen-Bundesstraße wird zwischen Weyregg und Schörfling täglich von mehr als 10.000 Fahrzeugen befahren und wurde vor rund 25 Jahren zuletzt saniert. Entsprechend schlecht ist der Zustand des Straßenbelags.

Doch nur mehr bis Donnerstag nächster Woche. Die Landesregierung investiert gerade rund 400.000 Euro in die Sanierung des Straßenstücks am Ostufer. Zwischen dem ehemaligen Gasthof Nöhmer in Schörfling und dem Gasthaus Landerroith in Weyregg wird sie neu asphaltiert.

Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten, und es kommt bereits zu Behinderungen für den Verkehr. „Momentan gibt es noch eine Ampelregelung“, sagt Straßenmeister Wolfgang Obermair. „Für die Asphaltarbeiten müssen wir die Straße aber komplett sperren.“ Denn die Bundesstraße ist nur sechs Meter breit. Zu wenig, um jeweils die halbe Straße offen zu lassen. „Dafür können wir den Straßenbelag aber ohne Nahtstelle in der Mitte aufbringen“, sagt Obermair. „Das erhöht die Haltbarkeit.“

Sonst 50 Kilometer Umweg

Die Sperre beginnt am Pfingstmontag um 19 Uhr und wird am Donnerstag in der gleichen Woche, 4 Uhr morgens, wieder aufgehoben.

Autofahrer, die von Weyregg in Richtung Westautobahn oder Vöcklabruck gelangen möchten, müssten während dieser Zeit einen Umweg rund um den See in Kauf nehmen – das wären bis zu 50 Kilometer und eine Stunde Fahrzeit zusätzlich. Weil das viel verlangt ist, wird zwischen Weyregg und Kammer-Schörfling ein Schiffspendelverkehr eingerichtet: Die MS Unterach der Atterseeschifffahrt von Stern & Hafferl fährt zwischen 4.50 Uhr morgens und 21.45 Uhr täglich zehn Mal hin und her. Die Abfahrtszeiten richten sich dabei an die Bedürfnisse von Schülern, die nach Vöcklabruck fahren, und Schichtbediensteten der Lenzing AG. Die Fahrzeit beträgt rund 25 Minuten, in Schörfling gibt es öffentliche Anschlussbusse in Richtung Lenzing, Vöcklabruck und Attnang-Puchheim.

Finanziert wird die Schiffsverbindung von der Lenzing AG, dem Verkehrsressort der Landesregierung sowie der Gemeinde Weyregg.

Quelle: OÖNachrichten