Der Attergau und Harnoncourt als Quelle der Inspiration

Rund 60 Schüler des Adalbert Stifter Gymnasiums in Linz waren zu Gast im Attergau. Die Projekttage außerhalb der Schule werden genützt, um ein Revue-Programm auszuarbeiten. Dieses Jahr wurde bewusst ein Hotel im Salzkammergut ausgewählt. Was schlussendlich zu sehen sein wird, ist noch offen. Die Schüler erarbeiten die Inhalte schrittweise und lassen sich dabei von der Region Attergau, Regisseur Daniel Pascal, ihren Gastgebern und vor allem auch von Nikolaus Harnoncourt, der mehr als 4 Jahrzehnte lang im Attergau beheimatet war, inspirieren.  Alles rund um den Attergau…

nicolaus harnoncourt attersee„Gestern haben wir einen Spaziergang gemacht, vorbei an Nikolaus Harnoncourts ehemaligen Wohnhaus“, erzählt Andreas Schnee vom Adalbert Stifter Gymnasium, der musikalische Leiter der Projekttage. „Ich hatte auch die Ehre, ihn einmal persönlich zu treffen! Seine Art und Weise zu denken und seine Sicht auf die Dinge des Lebens waren bemerkenswert“, so Schnee. Nach einem Kloster, Bauernhof und Schloss hat man sich dieses Jahr bewusst für ein Hotel mit Restaurant als Veranstaltungsort für die Projekttage entschieden. Die Entscheidung haben sie nicht bereut, im Gegenteil: Die rund 60 SchülerInnen, im Alter von 15 bis 16 Jahren, und vier Lehrkräfte fühlen sich im Hotel Attergauhof sehr wohl und dass spürt man nicht nur, sondern sieht man auch, wie Gastgeberin Reinharda Söllinger schmunzelnd verrät: „Ganz spontan haben alle Schüler gestern nach dem Abendessen eine Polonaise rund um das Hotel gemacht – einige mit und andere sogar ohne Schuhe.“ Nicht nur Vergnügen, sondern auch ein hartes Stück Arbeit bedeuten diese Projekttage für die Oberstufen-Schüler der 5a und 6a mit Schwerpunkt Instrumental im Musical-Zweig: „Neben der Ausarbeitung des Programms stehen täglich vier Stunden Proben auf dem Plan. Die Schüler sind am Abend ausgepowert“, erklärt Jitka Koprivova, Professorin für Gesang- und Stimmbildung. Auf die Frage, ob es schon Themen und Inhalte für das Revue-Programm gebe, bekommen wir nur vage Antworten. „Die Schüler müssen das Programm und auch den Titel erst ausarbeiten, bis dato ist noch sehr viel offen! Vielleicht geben wir auch einen Restaurant-Sketch in das Programm“, so Andreas Schnee. Neben dem vierköpfigen Lehrpersonal werden die Schüler bei Projekttagen auch immer von Professionisten unterstützt. Vor zwei Wochen erhielten sie wertvolle Tipps von der holländischen Opernsängerin Maya Hakvoort, und in St. Georgen durften sie bereits Daniel Pascal begrüßen. Der bekannte Regisseur hat sich für sein Buch „Die berühmten Attersee-Gedichte“ auch schon von der Landschaft im Attergau und dem nur 3 km entfernten Attersee inspirieren lassen.

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