Ein Sommer daheim: Wo es sich in Österreich gut abtauchen lässt

Österreichische Bundesforste sorgen für kostenloses Badevergnügen und freien Seezugang auf 44 Naturbadeplätzen an den schönsten Gewässern des Landes.

Der Attersee ist ein beliebtes Badeparadies. (Foto: Leitner)

Urlaub zu Hause liegt im Trend und das nicht erst seit der Corona-Krise. Idyllische Seen, glasklares Wasser und Bergpanorama: Österreichs Seenlandschaft punktet mit ihrer reizvollen Umgebung und der erstklassigen Wasserqualität. An den schönsten Badeseen stellen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) insgesamt 44 Naturbadeplätze zur Verfügung. Der Zugang zu allen ÖBf-Badeplätzen ist frei und kostenlos. „Die heimische Seenlandschaft trägt maßgeblich zur hohen Lebensqualität aller ÖsterreicherInnen bei. Als größter Seenbewirtschafter des Landes setzen wir uns daher seit Jahren für den Erhalt und Ausbau frei zugänglicher Seeufer ein. Wir erweitern konsequent unser Angebot an Naturbadeplätzen, um möglichst vielen Menschen schöne sommerliche Erholungsorte bieten zu können“, betont Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien, das Engagement für die zahlreichen Naturbadeplätze.

Erholung an den schönsten Gewässern Österreichs
Rund 182.000 Quadratmeter an Naturbadeflächen und rund 200 Kilometer Naturufer stehen Erholungssuchenden in ganz Österreich frei zur Verfügung und laden – je nach Gelände – zum Sprung ins kühle Nass. Die Vielfalt der ÖBf-Naturbadeplätze ist groß, liegen sie doch an ganz unterschiedlichen Gewässern. Die Palette reicht vom idyllischen, eher unbekannten Hintersee in Salzburg, den in dichten Bergwald eingebetteten kleinen Ödensee und den zauberhaften Grundlsee in der Steiermark über die wunderschönen Salzkammergut-Seen wie Mondsee, Attersee und Traunsee bis hin zu einem der wärmsten Alpenseen, dem Wörthersee, oder dem Millstätter See in Kärnten. Die Seen spielen aber nicht nur für Naherholung und Tourismus eine große Rolle, sie bieten auch zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen unersetzlichen Lebensraum. „Diese besonderen Ökosysteme gilt es auch für die nächsten Generationen zu schützen“, so Schöppl. „Eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung hat daher für uns höchste Priorität.“

Bade-Hotspot Oberösterreich
Mehr als die Hälfte aller ÖBf-Naturbadeplätze liegt allein in Oberösterreich – mit einer Liegefläche von insgesamt rund 110.000 Quadratmetern. Allein 12 Badeplätze gibt es am Attersee im Salzkammergut. Mit über 46 km² Wasserfläche ist er nicht nur der größte ÖBf-See, sondern auch der größte Binnensee Österreichs. Neben sehr beliebten Flächen wie dem Naturbadeplatz in Litzlberg oder dem noch unbekannterem Badeplatz Dexelbach gibt es beispielsweise die Badeplätze Weißenbachaufsatz, Zelleraufsatz oder Kolmbauernaufsatz, die noch ihre ursprüngliche Verwendung im Namen tragen. Früher wurde das Holz häufig über Wasser transportiert, an den heutigen Badeplätzen haben anno dazumal Flöße „aufgesetzt“. Ein erfrischendes Naturerlebnis bieten weiters der weitgehend von Naturufern gesäumte Hallstätter See mit fünf Naturbadeplätzen sowie der Traunsee mit acht Naturbadeplätzen. Auch am Mondsee (nicht ÖBf-Besitz) stellen die Bundesforste zwei Naturbadeplätze zur Verfügung.

Freier Seezugang und Naturufer
An einigen Seen befinden sich Seeflächen seit jeher in Privatbesitz oder sind durch Verbauung eingeschränkt. „Umso mehr setzen wir uns für einen freien Seezugang ein“, betont der ÖBf-Vorstand. Meist betreuen die Bundesforste jedoch nur die Seefläche selbst, Uferflächen befinden sich nur wenige im Besitz der Bundesforste. Gute öffentliche Zugangsmöglichkeiten bieten etwa der Attersee, der Traunsee, der Hallstätter See oder der Grundlsee. Aber auch das Südufer des Millstätter Sees ist größtenteils unverbaut und über Rad- und Wanderwege entlang des Seeufers gut zugänglich. Darüber hinaus engagieren sich die Bundesforste für den Erhalt möglichst naturnaher Seeufer. „Von unseren Seeflächen sind rund 200 Kilometer Uferlänge in naturbelassenem Zustand“, so Georg Schöppl. Erst kürzlich wurde am Attersee ein Seeuferbereich renaturiert und am Wörthersee eine 200 Meter lange große Naturuferfläche angekauft. In einem eigenen Naturschutzprojekt soll der natürliche Schilfgürtel entlang der Uferlinie wiederhergestellt und der natürliche Lebensraum für Fische und Wassertiere verbessert werden.