Gustav Klimt-Zentrum am Attersee erhält Österreichisches Museumsgütesiegel

SCHÖRFLING. Das von der Klimt-Foundation wissenschaftlich und wirtschaftlich geleitete Klimt-Museum in Schörfling erhält das von ICOM Österreich und dem Museumsbund Österreich verliehene Museumsgütesiegel im Rahmen des 31. Österreichischen Museumstages in Krems. Das Ausstellungszentrum verzeichnet trotz der Covid-19-bedingten verkürzten Saison positives Besucherinteresse und ist noch bis einschließlich 26. Oktober 2020 geöffnet.

Außenansicht Gustav Klimt-Zentrum am Attersee. (Foto: Klimt-Foundation, Wien)

Bereits seit dem Jahr 2003 bietet der Klimt-Themenweg am Attersee die Möglichkeit, sich mit Klimts Wirken in dieser Region eingehend zu beschäftigen. Ab 2010 erfolgte die museologische und planerische Gestaltung des Gustav Klimt-Zentrum, das schließlich zum 150. Geburtstag des Künstlers im Juli 2012 eröffnet wurde. Federführend bei der Konzeption und Umsetzung dieser wissenschaftlich fundierten, kulturtouristischen Klimt-Highlights waren bereits zu dieser Zeit Peter Weinhäupl und Sandra Tretter, damals Direktor und Kuratorin des Leopold Museum, nun Vorstände der gemeinnützigen Klimt-Foundation. Seit 2015 zeichnet diese Privatstiftung mit Sitz im Wiener „MQ-West“ u.a. für die Konzeption von Ausstellungen im Klimt-Museum verantwortlich. Der hohe museologische Anspruch wurde und wird durch die permanente Schwerpunktausstellung über Klimts Sommerfrische-Aufenthalte am Attersee und durch regelmäßig wechselnde Sonderschauen mit der Präsentation von hochkarätigen Originalen, oftmals auch Klimt-Originalgemälden, umgesetzt. 2019 wurde zudem mit der inhaltlichen und finanziellen Unterstützung der Klimt-Foundation nicht nur der Weiterbetrieb des Museums in Oberösterreich gesichert, sondern auch der Gustav Klimt-Garten am Attersee realisiert. Das Klimt-Museum etablierte sich in den letzten Jahren zu einem kulturellen Hotspot in der Region Attersee-Attergau und begeistert saisonal jährlich rund 11.000 Besucher.

Österreichisches Museumsgütesiegel
2020 wird dieses Engagement mit der Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels durch den Museumsbund Österreich und ICOM Österreich prämiert. Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen:
„die 2013 gegründete Klimt-Foundation verfügt über ein Ausstellungs- und Dokumentationszentrum an einem idealen Ort mit historischen Bezügen.“

„Die museologische und konservatorische Verantwortung für die gezeigte Sammlung trägt die Klimt-Foundation und erfüllt diese fachlich korrekt.“

„Die Jury hat sich entschieden, die gezeigte hohe Qualität wissenschaftlicher Arbeit, die ansprechende Gestaltung und die gute Kundenorientierung mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel auszuzeichnen.“

Ich sehne mich hinaus wie noch nie
Klimts Sehnsucht „nach dort“ führte den Ausnahmekünstler in den Jahren 1900 bis 1916 zu meist mehrwöchigen Sommer-Aufenthalten an den Attersee. Die malerische Umgebung und der See selbst inspirierten ihn zum überwiegenden Teil seiner Landschaftsgemälde. Das Klimt-Zentrum macht die Spuren des Jugendstilmalers und seiner Weggefährtin Emilie Flöge in dieser Region durch multimediale Schwerpunkte im Klimt-Museum erleb- und erfahrbar. Darüber hinaus widmet sich das Ausstellungshaus in einer Sonderschau Gustav Klimts »floraler Welt« und damit der Naturverbundenheit und Kunstnatur des Jugendstilkünstlers und seiner Zeitgenossen. Gerade in diesem Jahr lässt sich Klimts Sehnsucht nach seinem Refugium »Atelier Sommerfrische« und nach der Vielfalt der Natur durch die Covid-19 bedingten Einschränkungen nachvollziehen. Noch bis einschließlich 26. Oktober 2020 (täglich 10.00 bis 16.00 Uhr) kann das Museumsjuwel am Attersee besichtigt werden. Klimt-Themenweg und Klimt-Garten sind ganzjährig geöffnet.

Musikverein Nussdorf erhält Auszeichnung des Landes

NUSSDORF. Landeshauptmann Thomas Stelzer zeichnet 27 oberösterreichische Blasmusikkapellen für erfolgreiche Teilnahme an Konzert- und Marschwertungen aus.

Der Musikverein Nussdorf am Attersee. (Foto: Musikverein Nussdorf)

Mehr als ein halbes Jahr mussten 27 oberösterreichische Blasmusikkapellen auf ihre Auszeichnungsfeier warten, denn ein erster Termin Mitte März musste bedingt durch Corona kurzfristig abgesagt werden. Am Mittwoch, 30. September war es dann soweit: die Blasmusikkapellen wurden von Landeshauptmann Thomas Stelzer für ihre besonderen Leistungen bei Konzert- und Marschwertungen ausgezeichnet.

Der Festakt fand im Ursulinensaal des OÖ. Kulturquartiers statt.
„Die Auszeichnungsfeier ist in mehrfacher Hinsicht ein Zeichen: als Wertschätzung und Anerkennung für besondere Leistungen, aber auch als Signal der Zuversicht. Wir wissen um die Bedeutung unserer Blasmusikkapellen, wie sehr sie unser Land bereichern. Daher freuen wir uns auf eine Zeit, in der das wieder allerorts unüberhörbar sein wird“, erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer in seiner Festrede. „Uns ist bewusst, dass es im Augenblick nicht leicht ist, die Arbeit in den Kapellen aufrechtzuerhalten. Dazu braucht es umsichtige Regelungen, die trotz Corona eine laufende Probenarbeit ermöglichen, aber auch Konsequenz in der Einhaltung dieser Regeln“, sagt Stelzer.

Von den Vereinen rund um den Attersee erhielt der Musikverein Nussdorf am Attersee die Ehrung.

Seewalchenerin gewinnt neue Halbmarathon-Distanz in Ischl

SEEWALCHEN/BAD ISCHL. Seit dem Sommer bieten die Veranstalter der Salzkammergut-Trophy permanent beschilderte MTB- und Laufstrecken mit fix installierter Zeitmessung an. Nun wurde dazu noch eine neue Halbmarathon-Strecke eingeweiht.

Siegerin Martina Staufer am Start der neuen Strecke im Sisipark. (Foto: Peter Perstl)

Unter dem Motto „Trophy goes Kaiserlauf“ wurde zwischen Bad Ischl und Bad Goisern die mittlerweile dritte Laufstrecke eröffnet. Die neue Halbmarathon-Distanz startet im Bad Ischler Sisipark, führt über die Engleitenstraße nach Lauffen, vorbei beim Weißenbachwirt über den Traunreiterweg nach Bad Goisern. In der Goiserer Ortschaft „Görb“ ist der Wendepunkt.

Sportlerin aus Seewalchen holt Tagesbestzeit
Die Bestzeiten bei der Auftaktveranstaltung markierten Martina Staufer aus Seewalchen am Attersee vor der Ischler Lokalmatadorin Christina Herbst. Bei den Herren setzte sich Christian Schuster (TuS Kremsmünster) vor Michael Wagner (Lauftreff Pichl) durch.
Der Halbmarathon bleibt – wie auch der 4,6 Kilometer Traunuferlauf sowie die 13 Kilometer Weissenbach-Runde – bis 31. Oktober fix beschildert. Die Zeitnehmung ist täglich in Betrieb. Mit derselben Startnummer kann man übrigens auf allen Laufstrecken im Rahmen der „Salzkammergut-Trophy Individuell“ starten und seine Zeit verbessern.

Halbmarathon-Raceday
Am Samstag, 24. Oktober findet nochmals ein spezieller Raceday für den Halbmarathon „Trophy goes Kaiserlauf“ mit Start um 10 Uhr im Sisipark statt. Zwei Labestellen mit Wasser und PowerBar-Isoactive stehen den Läufern entlang der Strecke zur Verfügung. Dazu warten auf die Finisher Erinnerungsmedaillen. Anmeldungen unter www.trophy.at.

Herbstputz an Salzkammergut-Seen

Rund 100 freiwillige Helfer von Wasserrettung, Feuerwehr und Tauchvereinen waren und sind noch in ganz Österreich im Einsatz um die heimischen Seen von Müll zu befreien.

Taucher mit „Fundstücken“ aus dem Attersee. (Foto: ÖBf/W. Simlinger)

Urlaub an den heimischen Seen lag diesen Sommer voll im Trend. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten daher zum Ende einer intensiven Badesaison eine großangelegte Seenreinigungsaktion und befreien zahlreiche Gewässer von Müll und „Andenken an den Sommer“. Dosen, Flaschen und Plastiksackerl bis hin zu Stahlfässern, Reifen, Strandmöbeln und Booten: Das alles ist am Grund österreichischer Seen zu finden. „Gemeinsam mit regionalen Vereinen und Gemeinden führen wir einen österreichweiten Herbstputz an beliebten Badeseen durch“, so Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien der Bundesforste, die mehr als 70 der größeren Seen des Landes nachhaltig bewirtschaften. Insgesamt haben rund 100 Helfer der Österreichischen Wasserrettung, der Feuerwehr sowie regionaler Tauchsportvereine geholfen, um Seen und Uferbereiche in Oberösterreich, Kärnten, Salzburg sowie der Steiermark zu reinigen. Die Tauchgänge wurden vorwiegend in ufernahen Bereichen bis in eine Tiefe von rund 20 Metern durchgeführt.

Segelbootbergung und Heben von Stahlfässern in Oberösterreich
Rund 15 Tauche der Freiwilligen Feuerwehr sind am 26. September am Attersee in Oberösterreich im Einsatz. In dem über 46 km² großen See wird im Gemeindegebiet von Weyregg nicht nur kleinteiliger Müll vom Grund geborgen, sondern auch ein Segelschiff. Mit Hilfe von Hebeballons soll das rund sechs Tonnen schwere Boot wieder an die Oberfläche gebracht und per Kran aus dem Wasser gehoben werden.

Am Traunsee steht der nördliche Teil des Ostufers im Fokus der Seereinigungsaktion. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr werden am 26. September rund zehn Freiwillige aus der Region nach Müll tauchen. Unter anderem werden die HelferInnen bis zu zehn 200-Liter-Stahlfässer bergen. Diese wurden vorab bereits inspiziert, um sicherzugehen, dass die Fässer keine gefährlichen Stoffe enthalten.

Müll-Tauchgang im Salzkammergut
Am Fuschlsee findet der Herbstputz durch zehn TaucherInnen der Wasserrettung am 25. September im Bereich zwischen dem Fuschlseebad und dem Badeplatz Wesenauer statt.

Der Altausseer See wird zwischen 5. und 9. Oktober in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Wasserrettung, Gemeinde und regionalen TaucherInnen im Bereich Kahlseneck gereinigt

Zwetschken- und Früchtebörse

ATTERSEE/TRAUNSEE. Heuer, schaut es ganz nach einer reichen Ernte bei Zwetschken, Äpfeln und Birnen in der Naturparkregion aus. Damit es zu einer optimalen Nutzung dieser Fruchtfülle kommt, aktiviert der Verein Naturpark Attersee-Traunsee für Bewohner und Bewirtschafter des Naturparks wieder die beliebte Zwetschken- und Früchtebörse.

Streuobstwiese im Naturpark Attersee-Traunsee. (Foto: Naturpark Attersee-Traunsee)

Wer nach einer Möglichkeit sucht, Zwetschken, Äpfel oder Birnen die selbst geerntet wurden, zu schmackhafte Fruchtaufstrichen, nahrhaftem Dörrobst oder hochgeistige Genüsse zu produzieren ist bei der Zwetschken- und Früchtebörse des Naturpark Attersee-Traunsee genau richtig.

Das Naturparkbüro hilft nämlich dabei mit einem Anbieter oder Nachfrager in Kontakt zu kommen. Der Naturparkverein übernimmt hier nur eine Vermittlerrolle, die Details der Fruchtnutzung und Selbsternte machen sich dann Anbieter und Nachfrager untereinander aus.

Naturpark-Zwetschken- und Fruchtbörse-Telefon: 07663-20135 oder per
E-Mail unter

Schlaraffenland Streuobstwiese

In die geheimnisvolle Welt der Streuobstwiese begeben Sie sich beim Naturschauspiel „Schlaraffenland Streuobstwiese“ am Samstag, 12. September von 14 bis 17 Uhr. Die Biobäuerin Sabine Ablinger erkundet dabei dieses ökologisch höchst schützenswerte und faszinierende Landschaftselement, wo es zu jeder Jahreszeit krabbelt, flattert und piept. Besonders im Frühherbst, wenn alle Früchte reif sind, trifft man neben dem Bauern bei der Ernte schon mal Igel, Steinkauz oder Wildbiene, die sich mit dem köstlichen Nektar den Bauch vollschlagen.

Anmeldung beim Erlebnisbauernhof Bruckbacher in Weyregg am Attersee unter 0664/73978001.