Bundesforste rufen zur Fisch-Volkszählung an heimischen Seen

ATTERSEE. Neue Studie untersucht bei nächtlichen Echolotmessungen an den heimischen Seen die Vitalität heimischer Fischpopulationen.

Erhebung von Fisch-Stichproben via Echolot.
Foto: ÖBf/Harald Ficker

Eine ungewöhnliche Bootsfahrt zu nächtlicher Stunde unternehmen die österreichischen Bundesforste (ÖBf) derzeit an den heimischen Seen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft des Bundesamtes für Wasserwirtschaft werden die Fischbestände von Reinanken und Seesaiblingen an insgesamt elf Gewässern in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und der Steiermark wissenschaftlich untersucht.

„Die Bundesforste betreuen mehr als 70 der größeren Seen des Landes und befischen einige davon auch selbst“, erklärt ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager. „Im Sinne einer naturnahen Bewirtschaftung können wir auf Basis der gewonnenen Daten langfristig planen, wie viel Fisch nachhaltig entnommen werden kann oder bei Bedarf notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der Arten setzen“, so Freidhager weiter und betont: „Das ist gerade in Zeiten des Klimawandels von besonderer Bedeutung“.

Hauptaugenmerk der aktuellen Untersuchungen liegt auf den Fischarten Reinanke und Seesaibling – typische Bewohner der tiefen Alpen- und Voralpenseen und von großem ökologischen wie fischereiwirtschaftlichem Wert. Neben Fisch-biologischen Basisdaten wie Länge, Alter, Geschlecht oder Laichreife werden Größe und Verteilung der Fischbestände im See über nächtliche Schallreflexionsmessungen (Echolot) in den Gewässern erfasst. Die Untersuchungen finden über einen Zeitraum von zwei Jahren an den ÖBf-Gewässern Attersee, Traunsee, Hallstätter See, am Wolfgangsee  und am Wörthersee, Millstätter See und Weissensee sowie am Grundlsee statt. Ebenso untersucht werden der Mondsee, der Obertrumer See sowie der Achensee.

Zick-Zack-Kurs über nächtliche Seen

Echolot am Bootsrand.
Foto: ÖBf/Harald Ficker

Ausgerüstet mit modernster Technik befahren die Experten derzeit die nächtlichen Gewässer mit einer Geschwindigkeit von nur fünf Kilometer pro Stunde und im vorgegebenem Zick-Zack-Kurs, um eine bestmögliche Fisch-Stichprobe zu erfassen. „Zum Schutz vor Räubern sind einige Fischarten unter Tags in Schwärmen unterwegs oder halten sich am Seegrund auf. Bei einsetzender Dunkelheit lösen sich die Schwärme auf und die Fische steigen zur Nahrungssuche in höhere Wasserschichten auf“, erklärt Freidhager. Auch die Befahrung der Seen in den Wintermonaten dient allein der Messgenauigkeit: „Dann ist es am und im Wasser sehr ruhig. Die Fische bewegen sich langsam und die Seeoberfläche ist meist spiegelglatt“. Das Echolot der neuesten Generation wird in einer Wassertiefe von etwa 20 Zentimetern seitlich am Bootsrand befestigt und sendet Millionen von Schallwellen in die Tiefe des Sees. Der Gewässergrund sowie die Fische reflektieren das akustische Signal zurück zum Echolotgerät. Die gewonnenen Daten werden anschließend im Labor ausgewertet.

Nachhaltige Fischerei im Klimawandel

„Nicht nur in unseren Wäldern, auch in den heimischen Gewässern sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich zu spüren“, berichtet Freidhager. Hitzeperioden und andere Wetterextreme nehmen Einfluss auf die Wassertemperaturen und damit auch auf das Nährstoff- und Nahrungsangebot im See. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Fischbestände. Im Salzkammergut betreiben die Bundesforste an Hallstättersee, Grundlsee und Toplitzsee auch eine eigene Seefischerei. „Wir beobachten die ökologischen Entwicklungen an den uns anvertrauten Gewässern sehr genau. Die aktuellen Untersuchungen tragen maßgeblich dazu bei, diese einzigartigen Ökosysteme und ihre Vielfalt an Pflanzen und Tieren auch für zukünftige Generationen zu erhalten“, so Freidhager abschließend.

Ideensammlung: Atterseebahn soll attraktiver werden

ATTERSEE/VÖCKLAMARKT.  Attergau und Stern & Hafferl wollen Regionalbahn in Köpfen der Menschen verankern.

Attergaubahn290.000 Personen befördert die Atterseebahn im Jahr zwischen Vöcklamarkt und Attersee. Um die Regionalbahn noch attraktiver zu machen, sammelte Stern & Hafferl viele Ideen. „Eine gute Auslastung der Atterseebahn ist natürlich das Ziel. Viel wichtiger ist uns allerdings, das Herzstück eines gut funktionierenden Nahverkehrs zu sein und somit einen wesentlichen Beitrag für einen nachhaltigen Lebensstil in der Region zu etablieren“,  sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft.

Um die Bedürfnisse der zukünftigen Fahrgäste zu erfragen, startete man eine Workshop-Reihe, die in Zusammenarbeit von Stern & Hafferl Verkehr und den Bürgermeistern der Gemeinden Attersee, St. Georgen und Vöcklamarkt sowie den Tourismusverbänden durchgeführt wurde. In Kleingruppen wurden Ideen zur Frequenzsteigerung auf der Atterseebahn erarbeitet. Es müsse gelingen, die Atterseebahn als potenzielles Verkehrsmittel in die Köpfe der Menschen zu bringen.

Gelingt es, ansprechende Pakete in Kombination mit Gastronomie oder Ausflugszielen und der Atterseebahn zu schnüren, erreicht man sicherlich, zusätzlich zum Schüler- und Pendlerverkehr, eine große zusätzliche Zielgruppe.

„Diese unglaubliche Fülle an konstruktiven Ideen und Anregungen, die aus der Bevölkerung gekommen ist, werden wir jetzt filtern und prüfen, um sie schlussendlich in das Maßnahmenkonzept zur Frequenzsteigerung der Atterseebahn einfließen zu lassen“, sagt Neumann. Diese Ergebnisse werden dokumentiert und in einem weiteren Schritt gemeinsam mit dem Tourismus, dem Regionalmanagement, dem oö. Verkehrsverbund und dem Land in ein langfristiges Maßnahmenkonzept eingearbeitet.

Quelle: OÖNachrichten

Leon Kienesberger aus Unterach startet bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen in Sarajevo

UNTERACH. Wirtschafts- und Sport-Landesrat Achleitner verabschiedete drei oö. Sporttalente zu den Europäischen Olympischen Jugend-Winterspielen. Darunter auch das Sporttalent vom Attersee.

Unterach am Attersee

Landesrat Markus Achleitner mit Leon Kienesberger. Foto: LandOÖ/Daniel Kauder

Drei oberösterreichische Sport-Talente gehören dem rot-weiß-roten Team beim European Youth Olympic Festival (EYOF) von 9. bis 16. Februar in Sarajevo und Ost-Sarajevo an. Sie starten ab morgen, Dienstag: Leon Kienesberger und Huang Jett Haojie gehen im Biathlon an den Start, Stefanie Pesendorfer im Eiskunstlauf. Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner verabschiedete die drei jungen Sportler mit den besten Glückwünschen und einem kleinen Geschenk: „Ich wünsche Leon, Huang und Stefanie, dass sie bei den Europäischen Olympischen Jugend-Winterspielen ihre bestmögliche Leistung erbringen können. Wir freuen uns zugleich, dass gleich drei große Talente das Sportland Oberösterreich vertreten.“ Neben den Sportlern sind auch drei oö. Betreuer beim EYOF dabei: Thomas Hebenstreit (Physiotherapeut), Markus Haider (Betreuer Eiskunstlauf) und Stefan Zulehner (Betreuer Ski alpin).

„Alle drei haben sich die Teilnahme bei den Europäischen Olympischen Jugend-Winterspielen durch starke Leistungen und ihr großes Talent in ihrer bisherigen noch jungen Karriere verdient. Wir drücken fest die Daumen, dass ihre sportlichen Hoffnungen in Sarajevo auch aufgehen“, betonte Landesrat Achleitner bei der Verabschiedung, zu der Stefanie Pesendorfer, Leon Kienesberger und Huang Jett Haojie mit den Eltern gekommen waren. Diese werden sie auch live vor Ort kräftig anfeuern.

Naturpark Attersee-Traunsee soll künftig auch „Sternenpark“ werden

Altmünster. Der Astronomische Arbeitskreis Salzkammergut wünscht sich, dass der Sternenhimmel über dem Naturpark Attersee-Traunsee erhalten bleibt.

Foto: Hannes Schachtner

Da die Menschen auch nachts sicher auf Straßen und Wegen unterwegs sein möchten, wurde die nächtliche Beleuchtung in den Ortschaften und Städten immer mehr. Neben zahlreichen Straßenlaternen erhellen zusätzlich auch Häuserfronten, Reklameschilder, Schaufenster und Wahrzeichen den Nachthimmel. Das viele Licht kommt aber nicht nur dort an, wo es beabsichtigt wird, sondern reflektiert über den Ortschaften in den Himmel. Dieses verlorene Licht führt dazu, dass es über bewohntem Gebiet immer heller wird. In den Naturpark-Gemeinden ist man noch in der glücklichen Situation, die beeindruckende Sternenpracht in vielen Nächten zu sehen. Um dies auch künftig zu behalten, setzt man in den Gemeinden bereits auf neueste Beleuchtungstechniken, um das Licht dorthin zu bringen, wo es wirklich benötigt wird und verringert somit die unnötige Lichtverschmutzung. Die Gemeinde Steinbach am benachbarten Attersee ist bereits Mustergemeinde für die Aktion „Besseres Licht“ des Landes Oberösterreich. „Durch den altersbedingten Zustand der Ortsbeleuchtung wurde eine Sanierung beschlossen. Dabei wurde gleich darauf geachtet, dass die Leuchtmittel nicht nur energieeffizienter, sondern auch die Beleuchtungsqualität optimiert wird“, sagt Ortschefin Nicole Eder und freut sich, mit dieser zukunftsweisenden Erneuerung gleich einen wichtigen Beitrag für das Projekt „ Sternenpark“ leisten zu können.

Quelle: Tips.at

Tolles Ergebnis bei Herbst-Tourismus im Salzkammergut

Salzkammergut. Die Zahlen beim Tourismus im Salzkammergut des vergangenen Sommers liegen weit über den Erwartungen.

Mitglieder blicken mit stolz einer positiven Tourismusentwicklung entgegen. Foto: Hörmandinger

Freute man sich schon über das Ergebnis der Monate Mai bis August 2018, das bei den Nächtigungen bei rund Plus sechs Prozent liegt, so schlägt der September alle Rekorde. Die Nächtigungen erhöhten sich um 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einer tatsächlichen Steigerung von rund 92.000 Nächtigungen. Auch den Österreich-Vergleich braucht das Salzkammergut nicht zu scheuen – im Gegenteil. Kein Bundesland und keine österreichische Tourismusdestination erzielten einen nur annähernd erfolgreichen September. Auch der Oktober dürfte schon aufgrund der ausgezeichneten und stabilen Wetterlage ein beachtliches Nächtigungsplus aufzeigen. Man kann also auf das Ergebnis des Sommerhalbjahres von Mai bis Oktober, als auch des Kalenderjahres 2018 sehr gespannt sein.

Das Salzkammergut ist eine beliebte Urlaubsregion

Das Salzkammergut gehört zu den begehrtesten Urlaubszielen des Alpenraumes. Selbstverständlich spricht der allgemeine Urlaubstrend eindeutig für das Salzkammergut. Aber auch die Einzigartigkeit der Landschaft, das reiche kulturelle Erbe und eine Bevölkerung, die von der Wichtigkeit eines nachhaltigen Tourismus überzeugt ist, sind Kernfaktoren für den Erfolg. „Die einheimischen Unternehmer erkennen ihre touristische Chance und investieren vermehrt in ihre Betriebe. Aber auch Unternehmer und Persönlichkeiten, die nicht aus dem Salzkammergut kommen, erkennen die Chancen, die ihnen das Salzkammergut touristisch bietet. Daraus entsteht eine Eigendynamik, die es in den vergangenen Jahrzehnten in einer solchen Intensität nicht gegeben hat“, ist Mag. Michael Spechtenhauser, Geschäftsführer Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH (STMG), überzeugt.