VARENA spendet erneut an regionale Kinderhilfseinrichtung

Irmgard Schiener (Kindervilla), Julia Schnellenberger (Varena Marketing) (v. li) Foto: Varena

STEINBACH/VÖCKLABRUCK. Nicht jedes Kind hat das Glück in stabilen familiären Strukturen aufwachsen zu dürfen. Durch sehr viel Einsatz und professionell geschulte Betreuung bietet die KinderVilla Steinbach Kindern und Jugendlichen familienähnliche Strukturen, die eine positive Entwicklung erlauben. Seit vielen Jahren ermöglicht die VARENA durch ihre Spenden viele positive Erlebnisse und Aktivitäten für die Bewohner der Betreuungseinrichtung. 

„Wer in der KinderVilla in Steinbach am Attersee lebt, hat in einem kurzen Leben schon sehr viel mitgemacht. Es ist uns ein Anliegen, dass wir durch unsere Unterstützung diesen Kindern Momente der Freude ermöglichen“, sagt Thomas Krötzl, Center-Manager der VARENA bei der Überreichung des Spendenschecks.

KinderVilla-Leiterin Irmgard Schiemer verrät die Details: „Mit den 5.000 Euro der VARENA können wir Sportausrüstungen und Fahrräder für die Kinder anschaffen. Sportliche Betätigung fördert Gesundheit und Wohlbefinden und macht den Kindern Spaß und Freude. Unsere Schützlinge haben eine Riesenfreude und sagen von Herzen: Danke.“

Hochlecken startet in Skisaison

Schigebiet Hochlecken – Altmünster/Steinbach. Foto: Wolfgang Spitzbart

Am Montag, 28. Dezember, startet auch das kleine, aber feine Schigebiet Hochlecken  in die Wintersaison. Der Saisonauftakt hat sich aufgrund der Wetter- und Schneebedingungen etwas verschoben. Der Schneefall der letzten Tage und die tieferen Temperaturen zur künstlichen Beschneiung machen den Start aber jetzt möglich.

Schifahren bei Flutlicht bis 21 Uhr

In den Ferien ist das Schigebiet täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Ein besonderes Highlight, das viele Schifreunde aus der Umgebung schätzen, ist das Nachtschifahren bei Flutlicht zusätzlich von 17 bis 21 Uhr.

Infos unter www.hochlecken.at

Initiative für mehr Unterricht im Freien

STEINBACH. Das Naturpark-Management und die zehn Naturpark-Schulen im Naturpark Attersee-Traunsee starten mit der Übergabe des Buches „Draußen unterrichten“ eine neue Initiative für mehr Unterricht im Freien.

Lehrbuch-Übergabe an die Volksschule Steinbach am Attersee. Foto: Naturpark

„Mit diesem Praxishandbuch wollen wir unsere engagierten Pädagogen dabei unterstützen, das Klassenzimmer das eine oder andere Mal in die Natur zu verlegen“, sagt Clemens Schnaitl vom Naturpark-Management. 

In den Naturpark-Schulen in Oberösterreich wird die Wissensvermittlung in der Natur schon seit langem praktiziert. Gemeinsam mit Naturvermittlern und Kräuter- oder Waldpädagogen werden Lehrausgänge, Workshops und jährliche Naturpark-Tage vorbereitet und durchgeführt. Die Schulhöfe und -gärten werden gemeinsam mit den schau-erhaltenden Naturparkgemeinden schrittweise in Richtung „Klassenzimmer im Grünen“ entwickelt.

Mit der Anlage von Wildblumenbeeten, Insektenhotels, Vogelnisthilfen und der 10-Jahreszeiten-Naturkalender-Hecke sind in den letzten Jahren schon wichtige Bestandteile für naturnahe Unterrichtsräume geschaffen worden. Denn gerade jetzt in der herausfordernden Corona-Zeit, drängt sich das Konzept des „draußen unterrichten“ buchstäblich auf.

Für den Unterricht im Freien sprechen einige gute Gründe: ExpertInnen sind sich einig, dass der Aufenthalt in der Natur das Immunsystem stärkt und bei der Stressbewältigung hilft, also positive Effekte für die Gesundheit hat. Darüber hinaus fördert das „Draußen unterrichten“ die Lernmotivation und die Verankerung des Erlernten. Es wirkt auch auf der sozialen Ebene Kompetenz-bildend und begünstigt den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft und vor allem: In der Natur zu sein, tut einfach gut!

Das Praxishandbuch „draußen unterrichten“ liefert 300 bärenstarke und wasserdichte Ideen für einen Lehrplan-basierten Unterricht für die Volksschulen und Mittelschulen.

Adventvorbereitungen in Attersee

Im Sommer erfreuen blühende Blumenpyramiden die Besucher der Seepromenade in der Gemeinde Attersee am Attersee. Helga, Ulli und Stefan haben sich zum Ziel gesetzt, diesen Platz aber auch in der Advent- und Weihnachtszeit in den Blickpunkt zu rücken.

„Gerade jetzt, in der besonderen Zeit der Corona-Krise, ist es wichtig, den Menschen Freude zu bereiten und auch mit kleinen Gesten Optimismus zu vermitteln. Das möchten wir mit dieser Aktion vermitteln“, erklären die drei Atterseer.

Bauernhöfe in Not: „Das Herz hängt an jeder Wiese“

STEINBACH/EBENSEE. Der Situation von Frauen am Land, besonders in der Landwirtschaft, widmete das Frauenforum Salzkammergut im Oktober zwei Veranstaltungen. Eine Podiumsdiskussion machte die prekäre Situation von bäuerlichen Betrieben deutlich und ein Beispiel für solidarische Landwirtschaft zeigte einen möglichen Ausweg.

Politologin Christina Jaritsch, Moderation Birgit Hofstätter, Bäuerin Christine Pichler-Brix, FFS-Obfrau Pauline Lahnsteiner-Kienesberger (v. li.) Foto: FFS

„Die Situation in der Landwirtschaft empfinde ich im Moment als sehr frustrierend“, eröffnete Christine Pichler-Brix ihren Beitrag zum Tag der Landfrauen im Frauenforum Salzkammergut. Sie spricht aus eigener Erfahrung, denn sie betreibt einen Biohof in Steinach am Attersee und engagiert sich für die ÖBV via campesina austria (Österreichische Berg- und Kleinbäuerinnen Vereinigung). Jährlich geben zwischen 3.000 und 5.000 bäuerliche Betriebe auf, denn der finanzielle Druck steigt stetig. „Es geht um so viele tolle Arbeitsplätze, die da verloren gehen“, sagt Pichler-Brix, und kritisiert in diesem Zusammenhang, dass Förderungen in den ländlichen Raum zu wenig zum Erhalt dieser Arbeitsplätze eingesetzt werden.

Dabei sei sie gerne Bäuerin, erzählt die Landwirtin, die den Hof nach einer Ausbildung zur Tischlerin von ihren Eltern übernommen hat. Es sei zwar eine schwere Arbeit, aber sehr sinnstiftend und befriedigend. Sie schätze die Selbstbestimmtheit und Vielseitigkeit ihres Berufs, sagt Pichler-Brix. Leichtfertig gebe niemand den Hof auf: „Das Herz hängt an jeder Wiese.“

Die Steinbacherin wünscht sich, dass sich die politische Vertretung mehr für kleinbäuerliche Strukturen einsetze und deren Bedeutung für ein gutes Leben für alle anerkenne.

Die Initiative SOLAWI demeterGUT Adam zeigt, wie solidarische Landwirtschaft funktionieren kann. Die Mitglieder des Vereins zahlen einen monatlichen Beitrag und können dafür wöchentlich Lebensmittel abholen, die Nadiia und Thomas Schiller auf ihrem Hof in der Nähe von Schwanenstadt produzieren. Durch den monatlichen Fixbetrag können die Bauersleute mit einem stabilen Einkommen rechnen. Damit bleibt das Risiko beispielsweise eines Ernteausfalls nicht beim bäuerlichen Betrieb, sondern wird von den Mitgliedern gemeinsam getragen. „Diese Form der wirtschaftlichen Solidarität könnte die Zukunft sein für die heimische Landwirtschaft“, sind sich die Veranstalterinnen des Infoabends einig.